Dienstag | 15. November 2022 | 19.30 Uhr | Bauernhofmuseum Kleinlosnitz

Finissage

 

Den Saisonabschluß im Museumsbetrieb nehmen wir zum Anlaß, unserer Ausstellung „Artenreich Oberfranken“ nochmals Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen. Wir würden uns freuen, wenn der Abend

der Ausstellung Publikum beschert und das eine oder andere Bild den Weg in privaten Besitz fände.

Bereiten Sie Freude, indem Sie ein kleines Stück Oberfranken verschenken. Die Bilder können direkt mitgenommen werden.

 

Musikalisch wird der Abend virtuos von Pavel Kondakov (Oboe) begleitet.

 

Wir laden herzlich ein und freuen uns auf Ihren Besuch und Gespräche in entspannter Atmosphäre.


Photovoltaikanlage Issigau

Der einst artenreiche Feldweg mit seinen Rainen ist unwiederbringlich zerstört. Der Oberboden wurde abgebaggert, um ein Schotterbett für den Wirtschaftsweg

innerhalb der PV-Anlage anzulegen.

So sah der Weg zuvor aus. Hier beobachteten wir im August 2021 Braunkehlchen und Wiedehopfe auf Nahrungssuche.


Bei aller Notwendigkeit den Ausbau erneuerbarer Energien voran zu bringen, ist das ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte. Hier wird Klimaschutz gegen Landwirtschaft und Arten- und Naturschutz ausgespielt. Wir fragen – wie ist zu rechtfertigen, dass Ackerflächen, die bisher u.a. für Weizenanbau genutzt wurden, für die Erzeugung von Nahrungsmitteln entfallen? Der Konkurrenzdruck auf das Gut Boden wächst, was sich nicht zuletzt in steigenden Pachtpreisen äußert…

 

Arten- und Naturschutzeinwände wurden vom Tisch gewischt. Es ging das Habitat für 39 Feldlerchenpaare verloren. Die Ausgleichmaßnahmen sind absolut mangelhaft und wurden von Behördenseite durchgewunken.


Freitag | 22. Juli 2022 | 19.30 Uhr | Bauernhofmuseum Kleinlosnitz

Ausstellungseröffnung

Es stellen aus:

Achim Strunz | Bernd Leuthäusser | Christian Lindner | Cordula Kelle-Dingel | Dr. Hubert Kluger | Fanny Bartsch | Florian Fraaß |Hannelore Buchheit | Hans Haake | Harry Kurz | Jakob Andreä | Jan-Dirk Müller-Esdohr | Jana Strunz | Jannik Jansons | Manfred Laubmann | Mario Kern | Martin Mörtl | Matthias Fanck | Peter Könitzer | Reiner Hermes | Sabine Hermes-Boss | Stefanie Söllner-Kronawitter | Stephan Amm | Stephan Hamisch | Stephan Klesse | Swanti Bräsecke-Bartsch | Thomas Marth | Ulrich Lang | Urs Leuthäusser


Donnerstag | 7. April 2022 | 19.30 Uhr | Bauernhofmuseum Kleinlosnitz

Vortrag | Der Holzweg – Wald im Widerstreit der Interessen mit Prof. Hannes Knapp

 

Prof. Dr. Hans Dieter Knapp, Greifswald, ist Dipl.-Biologe, Geobotaniker, Landschaftsökologe, Mitinitiator des Nationalparkprogrammes der DDR und der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm (1990), ehem. Leiter der Außenstelle des Bundesamtes für Naturschutz, Mitbegründer des European Beech Forest Network, stellv. Vorsitzender der Michael Succow Stiftung, Präsidiumsmitglied der Stiftung EuroNatur.

Er ist Mitherausgeber des Buches „Der Holzweg – Wald im Widerstreit der Interessen“, oekom-Verlag, 2021.

 

„Mit diesem Buch wird den besorgten und kritischen Stimmen zur Situation des Waldes in Deutschland Raum gegeben. …als Weckruf an die Zivilgesellschaft und als dringender Appell an die Politik, die längst überfällige ökologische Waldwende einzuleiten.“ (Die Herausgeber)

 

Fotos: privat


September 2021

Wir melden uns mit einer Einwendung zum geplanten Bau einer 72ha umfassenden Photovoltaik-Anlage zu Wort.

Grundsätzlich befürworten wir natürlich die Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen. Allerdings nicht, wenn dafür Lebensräume zerstört oder die immer knapper werdende Ressource Boden großflächig in Anspruch genommen wird. PV-Anlagen lassen sich unserer Meinung nach, auf bereits versiegelten und besiedelten Flächen integrieren. Jedes Jahr entstehen neue Gewerbegebiete, werden Supermärkte neu gebaut. Alles Strukturen mit großen Dach- und Parkplatzflächen. Es könnte selbstverständlich sein, dass hier die Verbauung von Photovoltaikanlagen mitgedacht wird.

Mit dem Bau der Anlage (inzwischen auf 58 ha reduziert) zwischen Reitzenstein und Issigau würde eine über lange Zeit entstandene Kulturlandschaft zerstört und von diesem Lebensraum abhängige Arten verdrängt. Im Gebiet wurden lt. Gutachten 39 Feldlerchen-Brutpaare nachgewiesen. Das dürfte eine der größten Populationen der Art in der Region sein. Es ist fraglich, ob der immense Flächenverlust für das Brutgeschäft angemessen ausgeglichen werden kann, da sich im Umfeld keine vergleichbaren Flächen (Höhenlage, fehlende Vertikalstrukturen, Wegraine) befinden. Besonders schmerzlich wäre die Überbauung des von Griesbach kommenden und historisch bedeutsamen Feldweges mit seinen artenreichen Wegrainen, der mit dem Bau der Anlage zertört würde. Am Weg konnten wir sogar Braunkehlchen und Wiedehopf beobachten.


August 2021

Ferienaktion | Wir bauen einen Lebensturm für die Artenvielfalt

 

Steine und Sand für wärmeliebende Reptilien und Insekten bilden die Basis des Lebensturmes, den Kinder aus Regnitzlosau bauten. In den oberen Etagen des Turmes können verschiedenste Insekten Wohnstatt und Winterquartier finden. Das Dach bietet Raum für wichtige Raupenfutter- und Nektarpflanzen wie Mauerpfeffer und Thymian. Initiiert und begleitet wurde die Aktion von der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen und SPD des Regnitzlosauer Gemeinderates und des Artenreich Oberfranken e.V.. Zur Stärkung gab es zwischendurch Wiener, erhitzt mit Hilfe eines Sonnenofens.


April – Juli 2021

Versuch eine zu 100% unter Schutz stehende Orchideenwiese zu retten

 

Diese Aufnahmen vermitteln einen kleinen Eindruck dessen, was unwiederbringlich unter meterhohen Erdaufschüttungen und Asphalt verschwand. Im Frühjahr 2021 wurden wir auf Bauarbeiten in einem zu 100% geschützten Biotop aufmerksam. Unsere Versuche die Wiese zu retten bzw. der Versuch herauszufinden, wie es an dieser Stelle zu einer Baugenehmigung seitens der verantwortlichen Behörden kommen konnte, scheiterten.

Diese Wiese vereinte eine Artenvielfalt, wie man sie kaum ein zweites Mal in der Region finden wird. Zu ihrem Bestand gehörten Breitblättriges Knabenkraut, Herbstzeitlose, Zittergras, Gemeines Kreuzblümchen, Bärwurz, Großer Wiesenknopf, Wiesen-Knautie, Wiesen-Flockenblume, Klappertopf, Thymian… Insekten wurden im Zuge der ursprünlichen Biotopkartierung nicht erfasst, wir können nur ahnen wie vielfältig das Vorkommen war.